Pflege verbindet.
International. Interkulturell. Innovativ.
Bereich
Integration internationaler Pflegekräfte
Projektbeschreibung
Ziel des Projekts „Pflege verbindet. International. Interkulturell. Innovativ.“ ist die sozialpartnerschaftliche Gestaltung der Integration internationaler Pflege(fach)kräfte in Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen. Es wird eine nachhaltige Strategie angestrebt, die über die bloße Gewinnung internationaler Fachkräfte hinausgeht und langfristige, stabile Arbeitsbedingungen für alle Beteiligten schafft.
Ausgangspunkt des Projekts ist die Herausforderung, dass viele internationale Pflege(fach)kräfte zwar nach Deutschland kommen, jedoch nicht lange bleiben. “Pflege verbindet” möchte erreichen, dass sie als die unverzichtbaren Mitarbeiter:innen wahrgenommen werden, die sie sind. Der Fokus liegt daher nicht auf Defiziten, sondern auf vorhandenen Kompetenzen und Entwicklungspotenzialen, die sich u.a. in gezielten Weiterbildungsangeboten widerspiegeln. Dabei stehen die Menschen mit ihren persönlichen Lebenssituationen, Bedürfnissen und Rahmenbedingungen im Mittelpunkt.
Integration wird im Projekt als langfristiger und ganzheitlicher Prozess betrachtet, der die Unternehmen als komplexe Systeme begreift und unterschiedliche Handlungsfelder umfasst: von der Personalgewinnung inkl. kompetenzorientierter Potenzialanalyse über Sozialraumintegration und administrative Begleitung bis hin zu interkulturellen Schulungen für alle Beschäftigten.
Projektumsetzung
Im Rahmen des Projekts werden in den beteiligten Unternehmen zunächst Bestandsaufnahmen durchgeführt. Diese erfolgen anhand von Ist-Analysen und Interviews und bilden die Grundlage für eine Entwicklung und Optimierung bestehender Prozesse. Darauf aufbauend werden passgenaue Pilot-Maßnahmen gemeinsam mit den Einrichtungen entwickelt, erprobt und evaluiert.
Die beteiligten Unternehmen profitieren von einem individuellen Ansatz, bei dem das konkrete Vorgehen an ihre spezifischen Strukturen und Bedürfnisse angepasst werden kann. Sie erhalten eine Entlastung durch externe Beratung und Begleitung und bekommen Zugang zu einem engagierten Netzwerk und einem praxisnahen Austausch mit anderen Einrichtungen.
Ein hoher Grad an Nachhaltigkeit wird durch den Einsatz betriebsinterner Multiplikator:innen, der sog. Projektlots:innen, sichergestellt. Diese werden gezielt qualifiziert und befähigt, die angestoßenen Entwicklungen auch über das Projekt hinaus weiterzuführen.
Projektergebnis und Transfer
Zentrales Ergebnis des Projekts ist die Entwicklung und Erstellung einer branchenweit nutzbaren, praxisorientierten Toolbox mit Handlungsempfehlungen und begleitenden Materialien, wie z.B. Checklisten, Vorlagen und Methoden. Die Toolbox soll bundesweit Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern als Modell für ein erfolgreiches Integrationsmanagement dienen und die Grundlagen für eine nachhaltige Fachkräftezuwanderung in der Pflegebranche schaffen.
Mögliche Elemente der Toolbox
- Eine mehrsprachige Willkommensmappe
- Konzepte für Pre-Onboarding und nachhaltiges Onboarding
- Interkulturelle Trainings und Antirassismus-Schulungen
- Materialien und Netzwerke zur Unterstützung der Sozialraumintegration
- Methoden und Vorlagen zu Kompetenz- bzw. Potenzialanalysen
Projektinformationen & Kontakt
Projektzeitraum
01.01.2026 – 31.12.2028
Ansprechpartnerin
Susanne Mißfeldt
Mobil: +49 (0)170 7195185
E-Mail: missfeldt.susanne@iftp-institut.de
Projektpartner
- maxQ.
Projektförderung
Das Projekt „Pflege verbindet. International. Interkulturell. Innovativ.“ wird im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern" (ESF-Sozialpartnerrichtlinie) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.