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Konferenz in Berlin: Transformation gestalten heißt, berufliche Perspektiven schaffen.

Wie können Beschäftigungsübergänge in der Transformation sicher gestaltet werden? Diese Frage stand am 01. Oktober 2026 bei der Konferenz „Beschäftigungsübergänge in der Transformation sicher gestalten“ unseres Projekts ReTraNetz Berlin-Brandenburg im IG Metall-Haus in Berlin im Mittelpunkt.

 

Mit dabei waren Vertreter:innen aus Gewerkschaften, Politik, Arbeitskammern und Arbeitsmarktforschung – darunter Heiko Messerschmidt (Leiter des Berliner Büros der IG Metall) und Dr. Frank Nägele (Beauftragter der Landesregierung für den Strukturwandel) mit Keynotes sowie Cansel Kiziltepe (Berliner Senatorin für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung), Dr. Friederike Haase (Staatssekretärin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Brandenburg), Dr. Carsten Sieling (SPD) und Nele Techen (Gewerkschaftssekretärin, IG Metall) auf dem Podium – diskutierten Wege, den Strukturwandel aktiv zu gestalten. In vier Workshops standen kollektive Beschäftigungsübergänge, tarifliche Vereinbarungen, Weiterbildung, Transfergesellschaften und regionale Netzwerke im Fokus.

Es wurde deutlich: Es gibt viele Instrumente, um Beschäftigte im Wandel zu unterstützen. Wichtig ist, all diese Instrumente sinnvoll miteinander zu verbinden und frühzeitig konkrete berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Für uns stehen dabei vier Faktoren im Mittelpunkt:

  • Eine klare Strategie: Bevor Maßnahmen greifen, muss geklärt sein, wohin der Weg führen soll und welche beruflichen Perspektiven entstehen können.
  • Zusammenarbeit auf Augenhöhe: Gewerkschaften, Betriebsräte, Unternehmen, Politik, Bildungsträger sowie regionale Akteure müssen ihre Kompetenzen bündeln. Tragfähige Lösungen entstehen dort, wo alle Beteiligten gemeinsam Verantwortung übernehmen.
  • Verlässliche Rahmenbedingungen: Erfolgreiche Übergänge brauchen Zeit, Ressourcen und finanzielle Unterstützung. Politische Initiativen und regionale Ansätze können hierfür wichtige Voraussetzungen schaffen.
  • Vertrauen: Wenn sich berufliche Zukunftsperspektiven verändern, sind offene Kommunikation, verlässliche Zusagen und echte Mitgestaltung besonders wichtig. Transformation gelingt nur gemeinsam mit den Menschen, die sie betrifft.

     

Was heißt das für uns?

Weiterbildung muss von Anfang an Teil von Transformationsprozessen sein, nicht erst dann, wenn Arbeitsplätze wegfallen. Sie muss mit konkreten Beschäftigungsperspektiven verbunden werden und auch über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg neue Wege eröffnen.

Die Konferenz hat wertvolle Impulse dafür geliefert, wie sich vorhandene Instrumente besser verzahnen und Übergänge gemeinsam gestalten lassen.

Ziel muss sein, Wandel nicht nur zu begleiten, sondern berufliche Zukunft aktiv zu ermöglichen.

Vielen Dank an unser Projektteam, die Arbeitnehmerkammer Bremen und die Arbeitskammer des Saarlandes für die Organisation, die wichtigen Impulse und den offenen Austausch!