Konferenz: Beschäftigungsübergänge in der Transformation sicher gestalten
Veranstaltungsinhalte
Eine Konferenz des Gewerkschaftsteams im ReTraNetz Berlin-Brandenburg
mit der Arbeitnehmerkammer Bremen und der Arbeitskammer des Saarlandes
Die Transformation zentraler Industriebranchen – darunter Automotive, Energie, Stahl – verändert regionale Arbeitsmärkte tiefgreifend und geht mit veränderten Kompetenzanforderungen einher. Beschäftigungsübergänge, also der Wechsel von Beschäftigten zwischen Unternehmen wie auch Branchen inklusive entsprechender Qualifizierung, gewinnen damit an Bedeutung.
Gewerkschaften und ergänzend an den traditionellen Industriestandorten Bremen und Saarland auch Arbeitskammern sind zentrale Akteure bei der arbeitsmarktpolitischen Begleitung solcher Transformationsprozesse. In verschiedenen Regionen Deutschlands wurden unter ihrer Mitwirkung inzwischen Ansätze zur Organisation von Beschäftigungsübergängen entwickelt.
Vor diesem Hintergrund soll die Veranstaltung Einblicke in bundesweite Best-Practice-Beispiele zur Gestaltung von Beschäftigungsübergängen bieten, Impulse zu ihrer Umsetzung, insbesondere für Arbeitnehmendenvertretungen, geben und zu Erfahrungsaustausch, Diskussion und Vernetzung einladen.
Agenda
09:30 Uhr Anmeldung
10:15 Uhr Begrüßung
10:30 Uhr Keynotes und Q&A:
- Heiko Messerschmidt, IG Metall Vorstand, Leiter des Berliner Büros
Dr. Frank Nägele, Strukturwandelbeauftragter der saarländischen Landesregierung
12:00 Uhr Mittagspause
13:00 Uhr parallele Workshop-Sessions (siehe unten)
14:30 Uhr Kaffeepause
15:00 Uhr Ergebnisse aus den Workshops
15:30 Uhr Podiumsdiskussion
- Dr. Friederike Haase, Staatssekretärin für Arbeit und Gesundheit des Landes Brandenburg
- Cansel Kiziltepe, Arbeitssenatorin des Landes Berlin
- Dr. Carsten Sieling, Beauftragter der Geschäftsführung der Arbeitnehmerkammer Bremen
- Nele Techen, Stellvertretende Vorsitzende des DGB Bezirks Berlin-Brandenburg
Moderation: Robert Drewnicki, Projektleiter des Gewerkschaftsteams im ReTraNetz-BB
16:30 Uhr Verabschiedung / Ausklang / Get-Together
Workshops
1. Organisation kollektiver Beschäftigungsübergänge
Wie können Gewerkschaften und Betriebsräte Beschäftigungsübergänge aktiv mitgestalten, um Beschäftigte in Zeiten des strukturellen Wandels bestmöglich abzusichern? Der Workshop beleuchtet, wie Vereinbarungen der Betriebs- und Tarifpartner den kollektiven Wechsel in neue Beschäftigungsverhältnisse begleiten können. Im Mittelpunkt stehen dabei die Sicherung guter Arbeitsbedingungen durch verbindliche Qualitätsstandards sowie die Frage, wie sich solche Modelle zu klassischen Instrumenten im Konflikt zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberinteressen verhalten.
2. Weiterbildung und Qualifizierung in der Transformation
Die Beschäftigten stehen innerhalb der Transformation im Zentrum der Veränderung: Tätigkeiten verändern sich oder entwickeln sich grundlegend weiter. Die Arbeitswelt ist im Wandel. Beruflicher Weiterbildung kommt daher eine Schlüsselrolle zu: Sie bereitet die Beschäftigten von heute auf die Arbeit von morgen vor. Der Workshop beleuchtet, welche Ansätze zur Stärkung von beruflicher Weiterbildung es in verschiedenen Regionen Deutschlands gibt und welche Rolle Kammern, Netzwerke und Sozialpartner dabei einnehmen.
3. Einsatz von Transfergesellschaften in der Transformation
Wenn Arbeitsplätze im Zuge der Transformation wegfallen, können Transfergesellschaften Beschäftigten den Übergang in neue Beschäftigung erleichtern. Im Workshop stehen Erfahrungen aus der Praxis sowie die Handlungsmöglichkeiten von Betriebsräten und Gewerkschaften im Mittelpunkt. Gemeinsam wird diskutiert, welche Standards für eine gute Ausgestaltung von Transfergesellschaften wichtig sind, wie Transfersozialpläne wirksam gestaltet werden können und worauf bei der Auswahl eines Transferträgers zu achten ist.
4. Strategien und Akteursrollen zur Stärkung der Regionen
Regionen stehen vor der Herausforderung, wirtschaftliche Transformation, Fachkräftesicherung und Beschäftigungsentwicklung gleichzeitig zu bewältigen. Der Workshop beleuchtet unterschiedliche regionale Strategien zur Begleitung von Strukturwandelprozessen. Im Fokus steht die Frage, wie regionale Akteure ihre Kräfte bündeln können, um JobtoJob-Prozesse zu initiieren und neue Perspektiven für Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen.
Download: Flyer & Programm zur Veranstaltung